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Delta-E-Farbunterschied-Rechner
Gib zwei HEX-Farben ein, um CIEDE2000 Delta E zu berechnen, die Farbfelder nebeneinander zu sehen und Unterschiede bei Farbton, Sättigung und Helligkeit zu prüfen. Alles läuft ohne Konto im Browser.
Aktualisiert am 17. Juli 2026
So funktioniert die CIEDE2000-Berechnung
Ein HEX-Code beschreibt Rot-, Grün- und Blauanteile für ein Display, doch gleich große numerische RGB-Änderungen wirken nicht immer gleich stark. CIEDE2000 beginnt mit CIELAB-Werten, deren Achsen näher an menschlicher Farbwahrnehmung liegen sollen, und korrigiert anschließend Besonderheiten von Helligkeit, Chroma und Farbton. Wenn die Frage lautet, wie unterschiedlich zwei sichtbare Proben erscheinen, liefert das mehr Kontext als die einfache geometrische Distanz zwischen drei RGB-Zahlen.
Der Rechner liest jeden gültigen HEX-Wert, konvertiert ihn mit der auch von Toon Tone verwendeten Farbbibliothek und bewertet das Paar mit CIEDE2000. Werden A und B vertauscht, bleibt Delta E gleich. Die HSB-Anzeige ist eine getrennte Diagnose. Sie zeigt bekannte Bearbeitungsdimensionen, wird aber weder zum Wahrnehmungswert addiert noch an dessen Stelle gesetzt. So lassen sich die modellierte Gesamtdifferenz und die wahrscheinliche Korrekturrichtung getrennt verstehen.
Warum ein kleineres Delta E meist größere Ähnlichkeit bedeutet
Null bedeutet, dass die beiden eingelesenen Proben in der Berechnung identisch sind. Mit steigender Zahl wächst die modellierte Wahrnehmungsdistanz. Diese Richtung ist zuverlässig, aber der genaue Punkt, an dem jemand den Unterschied bemerkt oder akzeptiert, hängt vom Kontext ab. Zwei UI-Tokens auf einem kalibrierten Monitor zu prüfen ist eine andere Aufgabe als Druckfarbe auf strukturiertem Papier zu kontrollieren oder sich auf einem nicht kalibrierten Smartphone an eine Cartoon-Farbe zu erinnern.
Nutze Delta E deshalb als Messwert für eine Entscheidung, nicht als vollständige Entscheidung. Betrachte die Farbfelder in finaler Größe, auf dem vorgesehenen Hintergrund und im echten Medium. Halte den Formelnamen fest, denn Delta E 76, Delta E 94 und CIEDE2000 können für dasselbe Paar verschiedene Zahlen liefern. Gibt ein Vertrag, Markenhandbuch, Laborablauf oder eine Produktionsspezifikation eine Toleranz vor, gilt diese statt eines allgemeinen Bereichs dieser Seite.
Mit HSB-Differenzen die Korrektur diagnostizieren
Farbton beschreibt die Position auf dem Farbkreis, Sättigung die Intensität und Helligkeit die helle oder dunkle Darstellung. Zwei Paare mit ähnlichem Delta E können aus ganz verschiedenen Gründen abweichen. Bei einem dominiert vielleicht die Helligkeit, beim anderen wird bei ähnlicher Sättigung eine Farbtonkante überschritten. Die absoluten HSB-Differenzen zeigen diese Richtung. Für den Farbton gilt der kürzeste Kreisweg: Von 359 zu 1 Grad sind es zwei und nicht scheinbare 358 Grad.
Das hilft beim Anpassen eines Design-Tokens und beim Trainieren von Farbgedächtnis. Ist der Farbton nah, aber die Helligkeit weit entfernt, bleibt die Farbfamilie erhalten und der Wert wird zuerst korrigiert. Stimmen Helligkeit und Sättigung, wird nur auf dem Farbkreis verschoben. HSB ist nicht wahrnehmungsgleichmäßig, daher können gleiche HSB-Schritte unterschiedliche Delta-E-Werte erzeugen. Lies die Kanäle als Bearbeitungshinweise und CIEDE2000 als modellierten Vergleich.
Display, Beleuchtung und Umgebung bleiben wichtig
Ein Browserwerkzeug kontrolliert das anzeigende Display nicht. Monitorkalibrierung, Farbprofil, Helligkeit, Blickwinkel, Raumlicht und selbst eine getönte Schutzfolie verändern die Wirkung. Auch benachbarte Farben beeinflussen die Wahrnehmung: Dasselbe Grau kann neben Blau wärmer und neben Orange kühler erscheinen. Die neutrale geteilte Vorschau erleichtert den Vergleich, bildet aber nicht jedes Material, Druckverfahren, Gerät oder Animationsbild nach, auf dem die Farben später vorkommen.
Teste Bildschirmdesigns im echten Bauteil auf repräsentativen Geräten sowie in hellem und dunklem Theme. Vergleiche Drucke und physische Produkte unter dem vorgeschriebenen Licht- und Messverfahren. Speichere die ursprünglichen HEX-Werte und die Formel, damit Kolleginnen und Kollegen die Berechnung nachvollziehen können. Wenn Kosten, Sicherheit, Marke oder Fertigung betroffen sind, sind kalibrierte Instrumente und die geltende Toleranz maßgeblich, nicht ein Screenshot eines beliebigen Displays.
Delta E ist kein Kontrastverhältnis
Delta E fragt, wie verschieden zwei Farben in einem Wahrnehmungsmodell sind. Ein Kontrastverhältnis vergleicht die relative Leuchtdichte von Vorder- und Hintergrund, meist um die visuelle Trennung von Text oder Bedienoberflächen nach einer Barrierefreiheitsnorm zu prüfen. Zwei klar unterschiedliche Farbtöne können für Text trotzdem zu wenig Kontrast haben. Umgekehrt können zwei neutrale Farben ohne nennenswerten Farbtonunterschied durch ihre Leuchtdichte gut unterscheidbar sein. Beide Kennzahlen beantworten andere Fragen.
Bei Text, Symbolen, Fokusmarkierungen oder Bedienelementen muss zusätzlich der geforderte Barrierefreiheits-Kontrast geprüft werden. Der Delta-E-Wert dieser Seite belegt keine WCAG-Konformität. Er kann jedoch Marken-Tokens vergleichen, unbeabsichtigte Palettenänderungen erkennen oder die Abweichung einer erinnerten Farbe quantifizieren. Ein sauberer Ablauf benennt zuerst die Entscheidung und wählt anschließend die passende Messung, statt eine attraktive Zahl auf jedes Farbproblem zu übertragen.
Arbeitsabläufe für Design, Entwicklung und Spieler
Designer können einen freigegebenen Token mit einem Ersatz vergleichen, das Ergebnis dokumentieren und erkennen, ob Farbton, Sättigung oder Helligkeit verändert wurde. Entwickler prüfen damit CSS-Variablen, Theme-Migrationen, Screenshots oder Paletten-Refactorings. Content-Teams können zwei Kampagnenfarben ordnen, bevor sie die Markenverantwortlichen fragen. Sind die exakten Quellwerte vorhanden, sollten sie direkt eingefügt werden; eine Farbpipette auf komprimierten Bildern kann schon vor dem Vergleich eine zusätzliche Abweichung einführen.
Toon-Tone-Spieler können einen erinnerten Charakterton mit dem aufgedeckten Ziel vergleichen. Delta E beschreibt die Gesamtnähe und HSB zeigt, welcher Regler driftete. Ein produktiver Übungszyklus notiert ein wiederkehrendes Muster, etwa zu helle Schätzungen, und korrigiert im nächsten Durchgang nur dieses Muster. Der Rechner erzeugt weder ein universelles Gedächtnisperzentil noch ersetzt er den Spielscore; er bietet eine nachvollziehbare Paarmessung, mit der sich das Reveal gezielter auswerten lässt.